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Hintergrund

Gründe für die Einführung des Energieausweises


Klimaschutz

Ein nachhaltiger Klimaschutz ist dann möglich, wenn der Ausstoß von sogenannten Treibhausgasen verringert wird. Eines dieser Treibhausgase ist Kohlendioxid (CO2), das bei allen natürlichen und technischen Verbrennungsvorgängen entsteht. Einerseits ist die Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Ressourcen ein geeignetes Mittel. Der weitaus effektivere Weg ist jedoch, Energie rationell und effektiv zu nutzen, um die Umwelt zu schonen.
Rund 30% des deutschen Gesamtenergiebedarfes wird in Haushalten genutzt. Allein für die Erzeugung der Raumwärme werden 22,5 % des Gesamtenergiebedarfes aufgewendet. Im Bereich der Haushalte liegt somit ein hohes Potenzial um nachhaltig den CO2-Ausstoß zu verringern.

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Dies gilt nicht allein für Deutschland sondern für alle Industriestaaten. Die Europäische Union hat beschlossen, hier gesetzgeberisch zu wirken und gibt den Mitgliedstaaten Richtlinien u.a. für die Einsparung von Energie in Gebäuden vor. Der Energieausweis soll somit dazu beitragen, den Energieverbrauch von Gebäuden zu verringern und wird damit einen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten.

> Klimaschutz kompakt: Fragen und Antworten

 

  • EU-Recht

Die Europäische Union hat die sogenannte „Energieeffizienz-Richtlinie“ verabschiedet, die beschreibt, wie Gebäude nach der Höhe ihres Energieverbrauches zu bewerten sind. Sie gilt sowohl für Neu- als auch für Altbauten. Für Neubauten ist die Richtlinie in Deutschland schon durch die Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahre 2002 umgesetzt worden. Im Rahmen der Novellierung der EnEV vom 28.07.2007 wurde der Energieausweis für Bestandsgebäude gesetzlich vorgeschrieben. Seit dem 01. Oktober 2007 ist die EnEV in Kraft getreten.

 

  • Transparenz für Käufer, Mieter und Eigentümer

Für viele Käufer oder Mieter ist der Energiebedarf von Gebäuden eine unbekannte Größe. Verlässliche Informationen über den Energiebedarf sind vor dem Einzug kaum erhältlich: Das heißt, der bautechnisch unkundige Mieter oder Käufer merkt erst nach der ersten Verbrauchsabrechnung, dass sein Haus eine „echte Energieschleuder“ ist. Gleichzeitig führen weltpolitische Ereignisse, der steigende Energiebedarf – u.a. durch Schwellenländer - und die drohende Ressourcenknappheit schon derzeit und absehbar weiterhin zu steigenden Energiepreisen. Jeder Mieter und Eigentümer ist hiervon direkt durch hohe und steigende Energiekosten betroffen. Prognostiziert wird, dass die Verbrauchskosten - auch als 2. Miete bezeichnet - schon bald eine ähnliche Höhe wie die Miete erreichen werden.
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Der Energieausweis ist ein geeignetes Mittel, um energetische Schwachstellen eines Gebäudes darzustellen. Daraus resultierende Maßnahmen senken langfristig und dauerhaft die Betriebskosten, z.B. durch die Verringerung des Heizwärmebedarfes. Gebäude, die besser vor Energieverlusten geschützt werden, reduzieren somit einerseits direkt die Heizkosten und steigen andererseits im Wert.
Der Energieausweis wird somit zu einem Qualitätssiegel für Gebäude.

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